{"id":2596,"date":"2020-12-04T12:46:41","date_gmt":"2020-12-04T11:46:41","guid":{"rendered":"https:\/\/pb-steuern.dev.silberweiss.de\/steuerfallen-in-die-wir-bei-der-gruendung-einer-firma-in-deutschland-fallen-koennen\/"},"modified":"2020-12-04T12:46:41","modified_gmt":"2020-12-04T11:46:41","slug":"steuerfallen-in-die-wir-bei-der-gruendung-einer-firma-in-deutschland-fallen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pb-steuern.dev.silberweiss.de\/nl\/steuerfallen-in-die-wir-bei-der-gruendung-einer-firma-in-deutschland-fallen-koennen\/","title":{"rendered":"Steuerfallen, in die wir bei der Gr\u00fcndung einer Firma in Deutschland fallen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wenn wir eine Firma in Deutschland registrieren m\u00f6chten, m\u00fcssen wir nicht nur einen Business-Plan erstellen, sondern auch alle Finanzfragen erledigen, ein Bankkonto er\u00f6ffnen und einen Versicherungsvertrag abschlie\u00dfen. Da es sehr viele Formalit\u00e4ten gibt, kann es passieren, dass wir leider einen wichtigen Aspekt vergessen \u2013 n\u00e4mlich die Steuern. Dies ist deswegen so wichtig, dass wir schon in der Anfangsphase solche Entscheidungen treffen k\u00f6nnen, dank denen es m\u00f6glich ist, viel Geld zu sparen. Hauptsache ist es, nicht in eine der typischen Steuerfallen zu fallen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erste Falle \u2013 zu niedriges Niveau von zuk\u00fcnftigen gesch\u00e4tzten Kosten<\/strong><\/p>\n<p>Alle Unternehmer sind verpflichtet, eine Steueranmeldung bei Finanzamt abzugeben. Dies erfolgt \u00fcber ein Formular, in dem es eine Frage gibt, die mit k\u00fcnftigen Eink\u00fcnften zusammenh\u00e4ngt. Der hier angegebene Wert determiniert dann die H\u00f6he der Steueranzahlung. Man darf nicht vergessen, dass niedrige Eink\u00fcnfte gar nicht niedrige Steuern bedeuten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Sehr wichtig ist nachhaltiges Denken. Dass Geld, das nicht in der ersten Reihe in die Staatskasse geht, muss dorthin sp\u00e4ter eingezahlt werden. Im Endeffekt kann sich dann erweisen, dass man nicht nur mehr Geld zahlen muss, sonder dass auch die Steueranzahlungen h\u00f6her sind. Es besteht auch das Risiko, dass zwei Jahre im Voraus bezahlt werden m\u00fcssen. Leider f\u00fchrt das in vielen F\u00e4llen zu verschiedenen Problemen, z.B. mit der Finanzliquidit\u00e4t.<\/p>\n<p>Andererseits ist die Angabe von \u00fcberh\u00f6hten Sch\u00e4tzungen hinsichtlich der Eink\u00fcnfte auch keine gute L\u00f6sung. Man soll sich hier bewusst sein, dass das ans Finanzamt eingezahlte Geld nicht verzinst ist. Deswegen kann es lange dauern, bis wir die R\u00fcckerstattung des Steuer\u00fcberschusses erhalten.<br \/> Eine L\u00f6sung? Am besten w\u00e4re es die H\u00f6he der Eink\u00fcnfte so schnell wie m\u00f6glich einzusch\u00e4tzen. Sollte sich diesbez\u00fcglich etwas \u00e4ndern, soll man einen Antrag um eine korrekte Anpassung der Steueranzahlung an die laufende Firmenlage stellen.<\/p>\n<p><strong>Zweite Falle \u2013 nicht immer lohnt es sich, auf eine UG zu setzen<\/strong><\/p>\n<p>Unternehmergesellschaft (UG) bringt uns nicht in jedem Fall nur die Vorteile. Bei einer GmbH ist die eingeschr\u00e4nkte Haftung ein gro\u00dfer Vorteil. Eine UG kann schon f\u00fcr 1 EUR gegr\u00fcndet werden. Bei einer Gesellschaft mit beschr\u00e4nkter Haftung (GmbH) muss das Stammkapital in H\u00f6he von wenigstens 25.000 EUR eingezahlt werden.<br \/> Wenn wir eine Gesellschaft f\u00fcr das oben genannte 1 EUR gr\u00fcnden, haben wir keine Sicherung. Des Weiteren k\u00f6nnen potentielle Investoren kein Interesse an der Zusammenarbeit haben. So niedrige Geldanlage bedeutet, dass man nach den ersten Ausgaben nicht mehr zahlungsf\u00e4hig ist. Au\u00dferdem m\u00fcssen 25% der Gewinne direkt in Form von R\u00fccklagen gebucht werden, bis der Betrag in H\u00f6he von 25.000 EUR erreicht wird.<\/p>\n<p>Bevor wir eine konkrete Option w\u00e4hlen, lassen wir uns \u00fcberzeugen, ob eine selbst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit oder eine Personengesellschaft f\u00fcr uns nicht eine bessere L\u00f6sung darstellen w\u00fcrde. Auf diese Art und Weise k\u00f6nnen wir sehr viel Zeit sparen, die f\u00fcr die Erstellung der Dokumentation gewidmet werden m\u00fcsste. Mehr noch, von Vorteilen der UG oder GmbH k\u00f6nnen wir auch dann profitieren, wenn wir uns f\u00fcr eine attraktive Haftpflichtversicherung unserer Firma entscheiden.<\/p>\n<p><strong>Dritte Falle \u2013 die Regelung bez\u00fcglich der Kleinunternehmer bring nicht nur die Vorteile<\/strong><\/p>\n<p>Die Kleinunternehmer sind nicht verpflichtet die Mehrwertsteuer zu zahlen. Daraus ergeben sich gewisse Ersparnisse. Dies aber nur theoretisch. Erst eine sp\u00e4tere und genaue Analyse der Finanzlage l\u00e4sst uns feststellen, ob dies tats\u00e4chlich f\u00fcr uns g\u00fcnstig ist oder wir auf Grund der Zuzahlungen f\u00fcr andere Zwecke im Endeffekt Verluste hinnehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wenn wir Mehrwertsteuer bezahlen, k\u00f6nnen wir die durch das Finanzamt errechnete Steuern zur\u00fcck bekommen. F\u00fcr die Firma bedeutet das einen h\u00f6her Gewinn, vorausgesetzt, dass ihre Kunden auch Unternehmer sind.<br \/> Wenn wir in dem Kalenderjahr, in dem die Firma gegr\u00fcndet wurde, teure Betriebsmittel und Ger\u00e4te kaufen m\u00fcssen, dann ist der Vorsteuerabzug eine gute L\u00f6sung. Die Kleinunternehmer sind verpflichtet aufzuweisen, dass ihre Ums\u00e4tze im ersten Jahr ihrer T\u00e4tigkeit nicht h\u00f6her als 22.000 EUR waren. Leider ist dies f\u00fcr die Kunden sehr oft ein Grund, um nach einem anderen Lieferanten zu suchen.<\/p>\n<p><strong>Vierte Falle \u2013 die Steuern sind eine Angelegenheit, mit der man sich entsprechend fr\u00fch besch\u00e4ftigen soll<\/strong><\/p>\n<p>Auf jeden Fall wird davon abgeraten, jegliche Steuerfragen f\u00fcr einen sp\u00e4teren Zeitraum zu verschieben. Das ist ein Fehler, der durch die Unternehmer begangen wird, den sie sp\u00e4ter bereuen. Bereits am Anfang der Gewerbet\u00e4tigkeit gibt es Zeit daf\u00fcr, sich mit Steuern zu besch\u00e4ftigen und entsprechende Entscheidungen in diesem Zusammenhang zu treffen.<\/p>\n<p>Sogar dann, wenn wir noch keine Arbeitnehmer einstellen, sind wir gezwungen, einen Verwandten um die Hilfe zu bitten. Es lohnt sich, mit dieser Person einen normalen Vertrag abzuschlie\u00dfen. Wenn wir nicht daran denken, dann k\u00f6nnen wir darauf durch einen Inspektor bei der Finanzkontrolle aufmerksam gemacht werden. Dann kann die Abschreibung der operativen Ausgaben nicht mehr m\u00f6glich sein.<br \/> Wenn wir ein Kleinunternehmer sind, dann haben wir gewisse M\u00f6glichkeiten und eine Chance, davon zu profitieren. Wenn wir feststellen, dass vor dem Ende des jeweiligen Jahres der Grenzwert der Ums\u00e4tze (22.000 EUR) beinahe erreicht wurde, lohnt es sich, die Dezember-Ums\u00e4tze auf das n\u00e4chste Jahr zu verschieben. Damit tragen wir dazu bei, dass uns der Status eines Kleinunternehmers verl\u00e4ngert wird.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnfte Falle \u2013 es lohnt sich nicht die Zahlung der Mehrwertsteuer zu verschieben<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die Situation des Unternehmens sehr schwierig ist, unternimmt man derartige Ma\u00dfnahmen, damit die Firma weiter trotz der Probleme funktionieren kann. Leider ist die Verschiebung der Zahlung der Mehrwertsteuer nur eine kurzfristige L\u00f6sung, die uns zus\u00e4tzlich viele Probleme bereiten kann. Es ist strengstens verboten, falsche Angaben in der Steuererkl\u00e4rung zu machen. Bei einer Steuerkontrolle kann n\u00e4mlich alles ans Tageslicht kommen. Dann wird auf unsere Firma eine strenge Strafe f\u00fcr Steuerbetrug auferlegt.<\/p>\n<p>Obwohl unsere Entscheidungen, als die Entscheidungen eines Firmenbesitzers, in unserer Auffassung als begr\u00fcndet angesehen werden, k\u00f6nnen sie nach einiger Zeit schmerzhaft \u00fcberpr\u00fcft werden. Man muss sich dessen bewusst sein, dass eine UG nicht immer die bestm\u00f6gliche L\u00f6sung ist und dass der Status eines Kleinunternehmers nicht immer eine bessere Position f\u00fcr uns bedeuten muss. Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass wir uns mit den Angelegenheiten, die mit Steuern verbunden sind, entsprechend fr\u00fch besch\u00e4ftigen m\u00fcssen. Nur so k\u00f6nnen wir ernsthafte Konsequenzen vermeiden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir eine Firma in Deutschland registrieren m\u00f6chten, m\u00fcssen wir nicht nur einen Business-Plan erstellen, sondern auch alle Finanzfragen erledigen, ein Bankkonto er\u00f6ffnen und einen Versicherungsvertrag abschlie\u00dfen. Da es sehr viele Formalit\u00e4ten gibt, kann es passieren, dass wir leider einen wichtigen Aspekt vergessen \u2013 n\u00e4mlich die Steuern. 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